Kräftezehrendes MX Spektakel im tiefen Sand von Dreetz

29.04.202421:19
Maximilian Spies erreicht mit drei konstanten Rennen den zweiten Platz auch in der Gesamtwertung der ADAC MX Masters
Foto: Uwe Hentschel, racing.de

Was passiert wohl, wenn Maximilian Spies (D/Kosak Racing Team) einen Superstart schafft? Diese Frage beschäftigte mich bereits vor einer Woche in Fürstlich Drehna. Und auch an diesem sonnigen Wochenende im brandenburgischen Dreetz kam diese Frage bei mir wieder hoch. Könnte der eine Max den anderen Max „knacken“?

Denn Max Nagl (D/KMP-Honda-Racing powered by Krettek) beherrschte an diesem Wochenende alle 3 Rennen souverän. Es war, als würde er sich in dem tiefen Sand von Dreetz sehr wohl fühlen. So konnte er in 2 von 3 Läufen einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg verbuchen. Doch auch wenn er im zweiten Lauf den Start nicht gewann, so war ihm doch der Sieg im Ziel ganz sicher.

Und wenn man dann von Max Nagl hört: „Man konnte kaum angreifen, da es zu viel Kraft kostete.“ Ist es um so erstaunlicher, wie es Maximilian Spies im zweiten Lauf schafft, sich vom zunächst siebten Platz nach der Startrunde noch auf den 2. Platz vorzuarbeiten. Und auch im dritten Lauf kämpfte er sich vom 10. auf den 4. Platz nach vorne. Wo also ist Maximilian Spies zu sehen, wenn er einen Superstart hinlegt?

Foto: Uwe Hentschel, racing.de

Und auch Jordi Tixier (F/KMP-Honda-Racing powered by Krettek) beweist trotz Schmerzen diese Kämpfernatur, als er im zweiten Lauf zu Rennbeginn auf Platz drei liegend stürzte, sich jedoch bis zum Ziel vom zehnten Rang wieder auf die vierte Position vorarbeitete. Und während es sich für ihn auch im dritten Lauf bei jeder Bodenwelle so anfühlte, als ob ein Messer in seinen Rücken gestochen würde (Zitat Jordi Tixier), schaffte er es nach einem Start außerhalb der Top-Ten bis auf den fünften Rang nach vorn zu fahren.

Es waren wieder fantastische Rennen bei wunderschönem Wetter und die 7.500 Zuschauer sind voll auf ihre Kosten gekommen. Vielen Dank an die Organisatoren vom MC Dreetz e.V. 

Foto: Uwe Hentschel, racing.de