2.700 Kilometer in der Verlängerung: Pirelli beendet Reifentest in Bahrain

Pirelli hat mit Williams und Alpine nach den Wintertests in Bahrain noch an den Reifen für 2026 gearbeitet und dabei 2.700 Kilometer abgespult
Alpine und Williams waren in Bahrain zu einer Extraschicht eingeladenAlpine und Williams waren in Bahrain zu einer Extraschicht eingeladenPirelli

Die Wintertestfahrten in Bahrain gingen für Reifenhersteller Pirelli noch in die nächste Runde. Nachdem alle zehn Teams in der vergangenen Woche drei Tage lang getestet hatten, hängten die Italiener noch zwei Tage dran und testeten weiter Reifen für die Formel-1-Saison 2026.

Williams und Alpine hatten jeweils ein Auto von 2023 zur Verfügung gestellt, das modifiziert wurde, um die Herausforderungen mit den neuen Fahrzeugen ab 2026 bestmöglich zu simulieren.

Carlos Sainz fuhr für Williams am Sonntag 116 Runden, Alexander Albon einen Tag später 120 Runden. Für Alpine waren mit Ryo Hirakawa und Paul Aron zwei Testfahrer im Einsatz, wobei Hirakawa am Sonntag 131 Umläufe schaffte, bevor Aron am Montag noch einmal 130 nachlegte.

“Ein weiterer sehr produktiver Tag für die Entwicklung der 2026er-Reifen”, kommentierte Pirellis Motorsportdirektor Mario Isola. “Wir haben fast 2.700 Kilometer zurückgelegt und konnten eine große Menge an Daten sammeln, die wir in unser Programm einfließen lassen.”

“Ich möchte mich ausdrücklich bei den Fahrern und Teams bedanken, die ihren Aufenthalt auf der Strecke in Bahrain um drei weitere Tage verlängert haben – und das in einer ohnehin schon stressigen Zeit, weniger als zwei Wochen vor dem ersten Rennen”, so der Italiener.

Am Sonntag standen für Pirelli Tests mit unterschiedlichen Konstruktionen auf dem Programm, die alle mit der gleichen Mischung gefahren wurden. Genau andersherum war es am zweiten Tag, wo nur eine Konstruktion verwendet wurde und der Fokus auf unterschiedlichen Mischungen lag. Die Fahrer probierten dabei die Mischungen C1 bis C3 aus.

“In Sachir haben wir verschieden Konstruktionen und Mischungen verglichen, diesmal mit den härtesten Varianten der Palette, die zur Charakteristik dieser Strecke passen”, sagt Isola.

“Jetzt werden unsere Kollegen in der Forschung und Entwicklung die gesammelten Informationen genau analysieren und wertvolle Hinweise liefern, damit wir das Produkt für die nächste Fahrzeuggeneration weiter verbessern können.”

Damit gehen arbeitsreiche Tage mit einer Menge Testfahrten vor der Saison für Pirelli zu Ende. Der nächste Reifentest findet am 7. und 8. Mai in Silverstone statt. Dort wird Mercedes an der Entwicklung der Intermediates und Regenreifen für 2026 arbeiten.